Fr. 18.09.2026 Jupiter Jones

46,65 

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Das Konzert ist: unbestuhlt
Stehplatz

Kategorie:

    Veranstaltungsinfo

    JUPITER JONES – ICH TRAG DEN SARG, DU TRÄGST WAS BUNTES
    VIELLEICHT IST DAS ALS TROST GEMEINT?!
    2019 saßen Sascha Eigner und Nicholas Müller an einem Eichentisch in Hamburg Eimsbüttel und
    hatten große Träume, hehre Ziele, krasse Erwartungen und so. Eigentlich alles, was man so haben
    konnte, wenn man an die frisch beschlossene Reunion ihrer Band Jupiter Jones im nächsten Jahr
    dachte. Neues Album, erste Show beim Reeperbahn Festival, dann ne Tour, Rockolymp
    vielleicht…
    2020 hatten dann alle Masken an, Scheißlaune und ein bisschen Angst dazu. Die Rumpeligkeit
    der Welt schlug aufs Gemüt und ins Kontor. Songs schreiben fühlte sich an wie ein Wettrüsten
    gegen das Ende der Branche und ein bisschen auch dem der Welt. Es war anstrengend! Schön
    und sinnvoll, aber so dermaßen anstrengend und zerfasert. Geprägt von ständigen Pausen, von
    überlasteten Zoom-Sessions, immer wieder verschobenen Zeitplänen. Und all das in einer Phase,
    in der die beiden eigentlich vor Glück permanent nasse Äugchen hätten haben sollen. Am Ende
    war’s dann so, aber aus Gründen von Schiss und Erschöpfung.
    „DIE SONNE IST EIN ZWERGSTERN“ – Das 2022er Zweit-Debut der beiden, wurde dann
    trotzdem toll und zum lieb haben. Ein Aufatmen und Neubeginn mit viel sehr guter Zeit darin und
    daran. Klar war aber auch: Beim nächsten Album muss das anders!
    SAME SAME, BUT DIFFERENT.
    Also, anders im Sinne von: Die Welt funktioniert auch heute noch nicht, wahrscheinlich noch viel
    weniger und Gründe zur Verzweiflung gibt’s vom Augen auf bis zum Augen zu, aber da kann die
    Musik ja nix für!
    Also lass mal auf einander und uns selbst achten, lass die Energie nutzen, egal wo sie herkommt
    und wo sie hinmöchte und lass gleichzeitig auch einsehen, dass wir das jetzt wirklich schon lang
    genug machen, um ne ganz klare Meinung und ne ganz klare Haltung zu haben: Zur Musik und
    zur Welt!
    Lass mal Freund und Kollegen Andi Weizel (Producer & Songwriter, u.a. Frida Gold) anrufen und
    ihn fragen, ob er Bock auf Co-Producing und sowieso alle zehn Finger im Spiel hat. Und lass mal
    auf Tugenden berufen, die gemeinsam gelernt wurden, als Andi noch anno Tuck als
    Produktionsassistent an den Alben „HOLIDAY IN CACATONIA“ und „JUPITER JONES“ mitwirkte.
    Lass doch auch noch Michi Ludes of former Mikroboy-Glory, Liser, Jean Michelle Tourette und
    noch ein paar andere Superfreund:innen fragen, ob sie Bock auf Songwriting haben. Aber auch Ali
    Zuckowski, der mit den ganzen Popsongs und so. Halt alles gute Leute, menschlich wie fachlich.
    Weil man ja immer nur am besten macht, was man am besten kann, machen JJ da weiter, wo sie
    nie aufgehört haben. Mag es nerven, wen es will, aber der Bogen wird weiterhin vom Punk der
    frühen Jahre hin zum Pop, auch der frühen Jahre, gespannt. Das machen die halt wirklich schon
    immer! Tut nur weh, wenn man sich freiwillig dran stößt.
    Die Frage ist halt immer nur, mit welcher Selbstverständlichkeit an ein solches Projekt geht. Und
    so wurden – ein bisschen im guten Wissen, dass Kalkül bei dieser Band eh noch nie funktioniert
    hat – ein Album geschrieben, dass von Herzen menschlich und politisch, tanz- und weinbar und
    Pop und Punk und alles mögliche ist. (Nur kein Poppunk. Keine halben Sachen.)
    Es wurden, zum ersten mal in der Geschichte der Band, deutlich mehr Songs geschrieben, als so
    ein Album eigentlich braucht. Einmal, weil’s halt einfach ging. Also, es ging nicht einfach, das war
    schon ein Haufen Arbeit… Aber die Ideen waren da, der Drang, die Not, der Bock!
    ICH TRAG DEN SARG, DU TRÄGST WAS BUNTES
    So heißt das Werk nun. Ein Ding voll den Umständen trotzender Lebensfreude, das gerne
    unterhalten möchte, aber nicht um jeden Preis. So rund und eckig zugleich, wie’s der Titel
    verspricht.
    Es ist wohl das konsequenteste JJ-Album seit dem allerersten. Nicht, weil’s so klingen will, dafür
    lagen dazwischen paarundzwanzig Jahre zu viel. Aber weil’s macht, was es möchte. Weil’s von
    irgendwo ganz innen kommt, da wo man ganz gerne mal den Geist entrümpelt. Es ist ein Konvolut
    von allem, was Jupiter Jones schon immer ausgemacht hat, und es musste so.
    Für Sascha und Nicholas ist es ein guter Grund, zufrieden ins Bett zu gehen. Zumindest zufrieden
    mit der Musik. Das mit der Welt wird ein andermal geklärt