Sa. 18.03.2023 Matthis Pascaud & Hugh Coltman: Night Trippin – Tribute to Dr. John

25,00 

präsentiert von Bremen Zwei

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Das Konzert ist: teilbestuhlt

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Veranstaltungsinfo

Matthis Pascaud & Hugh Coltman: Night Trippin’ – Tribute to Dr. John

Der Night Tripper – das war Dr. John, legendärer Pianist, Sänger und Zeremonienmeister aus New Orleans. Rund um sein frühes Werk dreht sich das aktuelle Projekt von zwei Kennern und Adepten aus Paris: Gitarrist Matthis Pascaud und Sänger Hugh Coltman. Mit ihrer Band befördern sie das mystische Roots-Gebräu jener Jahre ins Hier und Jetzt. Motto: “Night Trippin! – Tribute To Dr. John”.

Malcolm “Mac” Rebennack hatte sich bereits einen Namen gemacht auf der üppig wuchernden Musikszene von New Orleans, als er beschloss, sein Glück in Los Angeles, Kalifornien, zu suchen. Der Abstand zu den vertrauten Sound- und Stil-Formen seiner Heimat beförderte ihn kreativ in neue Sphären. Unter dem Künstlernamen Dr. John Creaux rührte er in wagemutigen Sessions die typischen Soul/Blues/Rock’n’Roll/Jazz-Elemente des Schmelztiegels New Orleans mit aktuellen Rock- und Psychedelia-Zutaten zusammen. Für die entscheidende Würze sorgte der von Chief Rebennack beschworene Geist afroamerikanischer Voodoo-Traditionen. Die Alben von Ende der sechziger Jahre werden lange schon als Klassiker gerühmt und haben zahllose MusikerInnen weltweit inspiriert. Zum Underground-Hit wurde das hypnotische Finale der ersten LP von Dr. John, The Night Tripper: der Song “I Walk On Guilded Splinters”, später unter anderem gecovert von Brit-Star Paul Weller. Der Franzose Matthis Pascaud und der Engländer Hugh Coltman sind leidenschaftliche Dr. John-Bewunderer und New Orleans-Fans. Vokalist Coltman, nach Jahren als junger Blues-Shouter im englischen Süden (The Hoax) an der Seine zu neuen musikalischen Ufern aufgebrochen, hatte schon zuvor ein triumphales Projekt mit Musikern aus der sogenannten “Crescent City” des amerikanischen Südens realisiert. Mit seinen gesanglichen Fähigkeiten zwischen, Soul, Blues, Funk und Jazz und seinen Qualitäten als Entertainer bringt er Alles mit, was dafür unabdingbar ist. In Matthis Pascaud, souveräner Grenzgänger zwischen Jazz, Rock und Roots-Stilen, fand er einen ebenso abenteuerfreudigen Mitstreiter für diese persönliche Hommage an den 2019 verstorbenen Dr. John. Auf Tour sind sie mit fünfköpfiger Band. Wie der Doc damals sang: “Gris Gris Gumbo Ya Ya“!

 

Nach zwei Alben mit seiner Band Square One widmet sich Matthis Pascaud mit seinem dritten Werk gemeinsam mit dem britischen Jazzsänger Hugh Coltman der 2019 verstorbenen Musikerlegende Dr. John aus New Orleans. Zusammen erforschen sie die Werke der frühen Sixties-Periode des legendären Pianisten und Sängers aus Louisiana. Mit Night Trippin‘ tauchen sie tief in die Welt des Voodoo-Blues ein und gelangen dabei bis zu den Wurzeln des Jazz und Rock. Night Trippin‘ ist eine Hommage zweier Kenner und Bewunderer des New Orleans Sounds sowie seiner Traditionen und versteht sich als ein letztes „Danke!“ an eine seiner bedeutendsten Ikonen. Man wird Dr. John und seine Werke in Zukunft wohl kaum authentischer zu Gehör bekommen als bei Night Trippin‘ von Matthis Pascaud und Hugh Coltman gemeinsam auf einer Bühne.

Matthis Pascaud ist ein Künstler, der mit gewagten und zugleich aktuellen Kompositionen fesselt: Sein Gitarrenspiel vereint seine beiden Haupteinflüsse: Den Rock mit seinem unverwechselbaren Klang und den Jazz für die Improvisation. Seine als “Progressive Jazz” bezeichnete Musik bricht alle stilistischen Grenzen. Seit 2015 spielt er mit seiner eigenen Band Square One zusammen mit dem Saxophonisten Christophe Panzani, dem Bassisten Pierre Elgrishi und Schlagzeuger Karl Jannuska. 2018 gewannen sie nicht nur den renommierten Concours National des La Défense Jazz Festivals, sondern auch die Herzen der Presse.

Hugh Coltman war einst Kopf der aufstrebenden englischen Bluesrock-Band The Hoax. Als der Erfolg irgendwann abbrach, fand er sich auf einmal als Straßenmusiker in Paris wieder. Heute lebt er fest in der französischen Metropole und wurde für seine Hommage Shadows – Songs of Nat King Cole bei den Victoires du Jazz 2017 als Sänger des Jahres ausgezeichnet. Mit dem Folgeprojekt Who’s Happy? erkundete der wahrscheinlich Französischste aller britischen Sänger den farben- und facettenreichen Sound des New Orleans Jazz und entdeckte dabei “die Nonchalance von Jazzmusikern, die mehr Rock’n’Roll sind als viele Rockmusiker”.