Sa. 07.10.2023 MIU

25,00 

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Das Konzert ist: unbestuhlt

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Veranstaltungsinfo

MIU

Crime Alley

Man kennt sie: Diese dunklen Straßen, von denen man weiß, dass man da besser nicht allein nachts durchgehen sollte. Die Hamburger Soul-Sängerin Miu ist in den vergangenen 2 Jahren immer wieder durch ihre persönliche dunkle Gasse gegangen und liefert mit „Crime Alley“ nun eine Sammlung cineastischer und handgemachter Songs mit tiefen Texten, von denen die erste Single „Transience” sofort für den ARD Tatort (08.01.2023) lizensiert wurde.

Miu könnte als Soulpop-Künstlerin in Deutschland ein Begriff sein, nachdem sie 2019 mit eigenem kleinen Label und ihrem Doppelalbum „Modern Retro Soul“ in die Albumcharts marschiert ist und ihre ganz persönliche Version von Soul und Pop der Welt zeigte und viele Herzen eroberte.

Das Hamburger Abendblatt attestierte ihr „den Soul von Donny Hathaway, den Charme einer Audrey Hepburn, aber auch das Abgründige von Amy Winehouse und die Stärke einer Adele“.

Es gibt die Songs, die diesen Funken Magie haben. Die uns irgendwo berühren, wo es uns richtig kalt erwischt. Die uns anfassen und etwas mit uns machen, weil sie so gnadenlos ehrlich sind und uns in Gedanken mitnehmen, die wir uns selten trauen, offen auszusprechen.

„Crime Alley“ liefert genau diese Magie und Miu geht thematisch dorthin, wo es einen kleinen Stich ins Herz versetzt: Bspw. Persönliche Krisen, ein Hadern mit der Welt und sich selbst (“Gotham“), Hoffnungslosigkeit, ständiges Schwarzmalen und nicht damit aufhören können („The Painter“), sich selbst so oft im Weg stehen („Angels & Demons), und manchmal schlicht aufgeben wollen und liegen bleiben. „The Reminder“ bildet eine hoffnungsvolle Klammer als lyrisches Zeichen gegen Rechts.

Diese inneren Kämpfe haben sich mithilfe treuer musikalischer Mitstreiter in wunderschöne Songs gegossen. Fast ohne, dass Miu es bemerkte, hat sich da aber eine Soundwelt aufgetan, die ihr aus dem Herzen spricht: Kantige Gitarren (davon als Gitarrenenthusiastin viele selbst gespielt), viel Hall, viele Chöre und immer wieder sind da Streicher, Streicher, Streicher: Portishead meets Northern Soul meets James Bond-Ästhetik.

„Vermutlich sind die bald erscheinenden Songs die persönlichsten und ernstesten, die ich bisher veröffentlicht habe und die Platte wird wohl eher kein Partykracher“, lacht Miu. „Aber ganz bestimmt holt sie einen ab, wenn man sich in dieser Welt auch manchmal verloren fühlt.“

Wir finden, „Crime Alley“ ist der Arm, bei dem man sich unterhaken kann, wenn man durch seine persönliche dunkle Gasse geht und etwas Halt braucht.